Mittwoch, 18. März 2015

Puerto Iguazú

Gegen 11 Uhr morgens kamen wir in Puerto Iguazú an. Die Temperatur und Luftfeuchtigkeit war hier deutlich höher als in Buenos Aires. Ohne Zeit zu vergeuden, machten wir uns auf die Suche nach einem Hotel. Als wir an der Ampel warteten, wurde uns die Visitenkarte eines Hotels zugesteckt. Die Empfehlung aus dem Loose-Reiseführer, die wir uns im Bus herausgesucht hatten, war leider ausgebucht, sodass wir uns weiter auf die Suche machen mussten. Wohlgemerkt kletterte das Quecksilber unaufhörlich und übertraf Temperaturen, die wir bis dahin aus Argentinien gewohnt waren. Sonntag noch in El Calafate, waren wir an diesem Dienstag 3000 m nördlicher und unser Organsimus bedurfte augenscheinlich einer Aklimatisierung.
Das nächste Hotel verlangte 950 Pesos für eine Übernachtung, hatte aber zumindest einen Pool zu bieten. Erschlagen von der Mittagshitze, begnügten wir uns letztlich mit der Wegbeschreibung auf der Visitenkarte, die uns zugesteckt wurde, und buchten zwei Nächte für je 250 Pesos. Dies sollte unsere günstigste Absteige bleiben und es war in der Tat die schäbigste. Erstaunlich gut für den Preis war jedoch die Klimaanlage, die obendrein gut regulierbar war. Da unsere Vorräte aufgebraucht waren, gingen wir als erstes zum Supermarkt und waren entsetzt über das geringe Angebot und die hohen Preise. Puerto Iguazú ist touristisch geprägt und hat viele Restaurants und Snack-Bars zu bieten. Nach Ablage der eingekauften Getränke im Hotel, ging es erneut zum Busbahnhof. Hier erfragten wir die Anfahrt zu den Cataratas de Iguazú, den Wasserfällen, wegen derer wir angereist waren. Am Busbahnhof wollten wir auch unsere Weiterreise nach Salta organisieren. Für die Direktverbindung am übernächsten Tag war kein eingziger Platz mehr verfügbar und für den Tag darauf nur ein einziger. Als Alternative wurde uns eine Route angeboten, die zweimaliges Umsteigen bedeutete, eine Abreise um 6 Uhr morgens und eine Ankunft in Salta am nächsten Tag gegen 8 Uhr. Die Fahrt war zudem 200 Pesos teurer, hatte aber den Vorteil, dass wir die ersten waren und somit erstmals Sitzplätze in der ersten Reihe buchen konnten. Entmutigt taten wir dies auch, denn für uns stand fest, dass wir nach Besichtigung der Cataratas schnellstmöglich in einen klimatisch angenehmeren Ort wollten.
Da die Mittagshitze unerträglich wurde und zudem Sonnenbrandgefahr bestand, verkrochen wir uns im Hotel und schauten sechs Episoden unserer Serie, wofür wir bisher kaum Zeit fanden. Am Abend machten wir uns, trotz des vielfältigen Angebots, lange auf die Suche nach einem geeigneten Lokal um zu Abend zu essen. Den Abend ließen wir wieder mit Serienschauen ausklingen, denn etwas anderes gab es hier auch nicht zu tun. 


Eisgekühlte Erfrischung aus dem Supermarkt

¿Dónde están los bomberos?

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