Samstag, 21. März 2015

Ausflug nach Humahuaca



Das Frühstück war enttäuschend: Dünner Kaffee, statt Milch nur Milchpulver, Weißbrot mit zwei Sorten Marmelade und Butter. Kurz vor 7 Uhr fragt Valeria den Hotelbesitzer, ob die nächsten Hotelnächte bezahlt werden können. Mit seiner Antwort hat er nur Schrecken bei uns hervorgerufen, als er meinte wir sollen unser Zimmer räumen, da es von einer anderen Person bezogen wird. Wir eilten zum Zimmer und stopften ohne lange zu fackeln alles Hab und Gut in unsere Rucksäcke. Nach nur fünf Minuten waren wir zwar fertig und konnten unsere Rucksäcke im Hotel lassen, unsere Anspannung blieb jedoch, da wie keine Garantie hatten, dass wir am Abend ein anderes Zimmer beziehen könnten. Gegen 7.15 Uhr wurden wir von unserem Guide am Hotel abgeholt und steigen in den Minibus. Nach eineinhalbstündiger Busfahrt war unsere erste Station die Hauptstadt San Salvador de Jujuy der gleichnamigen Provinz Jujuy. Wir hielten an der zentral gelegenen Plaza Belgrano und hatten Zeit um uns die Casa de Gobierno anzusehen und die Kathedrale. Im Bus legten wir weitere Höhenmeter zurück und unser Busfahrer empfahl uns zunächst Kokablätter zu kauen, die gegen die Höhenkrankheit helfen sollen. Seinem Rat Kokablätter zu kaufen, sind wir zwar nicht gefolgt, er hatte uns aber dennoch welche angedreht. Unseren nächsten Halt hatten wir in Purmamarca, einer ehemaligen Inkasiedlung, von der sich ein wunderschöner Blick auf den "Berg der sieben Farben" eröffnet. Die Gesteinsschichten sind von Buntmetallen gefärbt und haben sich laut Baedeker-Reiseführer über eine Zeitspanne von 600 Mio. Jahren abgelagert. Hier haben wir auch reichlich Kunsthandwerk sehen können. Unser nächster Halt war in Tilcara, einem 5000-Seelendorf. Unser nördlichstes Ziel an diesem Ausflugstag war Humahuaca, die wichtigste Stadt der Quebrada 2936 m ü.d.M gelegen. Hier haben wir alle gemeinsam zu Mittag gegessen. Da uns Lamafleisch empfohlen wurde, bestellten wir es und konnten nur enttäuscht werden, als es in Form eines Schnitzels mit einer ein Millimeter dicken, nein dünnen, Fleischscheibe dargeboten wurde. Nach dem Mittagessen hatten wir von 14 bis 15 Uhr Zeit uns die Stadt anzusehen, die von einem übergroßen Unabhängigkeitsdenkmal gesäumt wird. Dieses kann man nach 103 Stufen erklimmen. Angesichts der prallen Sonne ließen wir das jedoch aus. Ansonsten konnte man sich die Zeit am Hauptplatz oder in einem der unzähligen Läden vertreiben. Wir warteten jedoch sehnsüchtig auf unseren klimatisierten Bus und waren die ersten, die eingestiegen sind. Auf dem Rückweg machten wir Halt in Uquia, von wo wir eine ebenfalls wunderbare Sicht auf den "Berg der sieben Farben" hatten. Nach einer Stunde Fahrt stoppten wir auch noch in Maimara und konnten faszinierende dreieckig-zulaufende farbenfrohe Berge sehen. Die restlichen 3 Busstunden verbrachten wir mit Serienschauen.
Im Hintergrund die Casa de Gobierno

Kathedrale
Plaza Belgrano

Berg der sieben Farben


Tilcara
Berg der sieben Farben


Purmamarca

Inkasiedlung




Inkasidlung Purmamarca


Südlicher Wendekreis bei Tilcara
Kunsthandwerk in Humahuaca
103 Stufen führen zum Unabhängigkeitsdenkmal
Maimara

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