Das Frühstück war enttäuschend: Dünner Kaffee, statt Milch
nur Milchpulver, Weißbrot mit zwei Sorten Marmelade und Butter. Kurz vor 7 Uhr
fragt Valeria den Hotelbesitzer, ob die nächsten Hotelnächte bezahlt werden
können. Mit seiner Antwort hat er nur Schrecken bei uns hervorgerufen, als er
meinte wir sollen unser Zimmer räumen, da es von einer anderen Person bezogen
wird. Wir eilten zum Zimmer und stopften ohne lange zu fackeln alles Hab und
Gut in unsere Rucksäcke. Nach nur fünf Minuten waren wir zwar fertig und konnten unsere
Rucksäcke im Hotel lassen, unsere Anspannung blieb jedoch, da wie keine Garantie hatten,
dass wir am Abend ein anderes Zimmer beziehen könnten. Gegen 7.15 Uhr wurden
wir von unserem Guide am Hotel abgeholt und steigen in den Minibus.
Nach eineinhalbstündiger Busfahrt war unsere erste Station die Hauptstadt
San Salvador de Jujuy der gleichnamigen Provinz Jujuy. Wir hielten an der
zentral gelegenen Plaza Belgrano und hatten Zeit um uns die Casa de Gobierno
anzusehen und die Kathedrale. Im Bus legten wir weitere Höhenmeter zurück und
unser Busfahrer empfahl uns zunächst Kokablätter zu kauen, die gegen die
Höhenkrankheit helfen sollen. Seinem Rat Kokablätter zu kaufen, sind wir zwar nicht
gefolgt, er hatte uns aber dennoch welche angedreht. Unseren nächsten Halt
hatten wir in Purmamarca, einer ehemaligen Inkasiedlung, von der sich ein wunderschöner Blick auf den "Berg der sieben Farben" eröffnet. Die
Gesteinsschichten sind von Buntmetallen gefärbt und haben sich laut Baedeker-Reiseführer
über eine Zeitspanne von 600 Mio. Jahren abgelagert. Hier haben wir auch
reichlich Kunsthandwerk sehen können. Unser nächster Halt war in Tilcara, einem
5000-Seelendorf. Unser nördlichstes Ziel an diesem Ausflugstag war
Humahuaca, die wichtigste Stadt der Quebrada 2936 m ü.d.M gelegen. Hier
haben wir alle gemeinsam zu Mittag gegessen. Da uns Lamafleisch empfohlen
wurde, bestellten wir es und konnten nur enttäuscht werden, als es in
Form eines Schnitzels mit einer ein Millimeter dicken, nein dünnen, Fleischscheibe
dargeboten wurde. Nach dem Mittagessen hatten wir von 14 bis 15 Uhr Zeit uns die Stadt
anzusehen, die von einem übergroßen Unabhängigkeitsdenkmal gesäumt wird. Dieses
kann man nach 103 Stufen erklimmen. Angesichts der prallen Sonne ließen wir das
jedoch aus. Ansonsten konnte man sich die Zeit am Hauptplatz oder in einem der
unzähligen Läden vertreiben. Wir warteten jedoch sehnsüchtig auf unseren
klimatisierten Bus und waren die ersten, die eingestiegen sind. Auf dem Rückweg
machten wir Halt in Uquia, von wo wir eine ebenfalls wunderbare Sicht auf den
"Berg der sieben Farben" hatten. Nach einer Stunde Fahrt stoppten wir
auch noch in Maimara und konnten faszinierende dreieckig-zulaufende farbenfrohe
Berge sehen. Die restlichen 3 Busstunden verbrachten wir mit Serienschauen.
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| Im Hintergrund die Casa de Gobierno |
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| Kathedrale |
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| Plaza Belgrano |
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| Berg der sieben Farben |
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| Tilcara |
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| Berg der sieben Farben |
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| Purmamarca |
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| Inkasiedlung |
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| Inkasidlung Purmamarca |
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| Südlicher Wendekreis bei Tilcara |
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| Kunsthandwerk in Humahuaca |
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| 103 Stufen führen zum Unabhängigkeitsdenkmal |
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| Maimara |
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