Auch an diesem Morgen wurden wir gegen 7 Uhr
abgeholt. Diesmal erwies sich die Gruppe als größer, sodass wir mit einem
unbequemen Minibus vorliebnehmen mussten. Im Laufe des Tages sollten wir noch
zu merken bekommen, dass dieser undicht war und bei Überquerung von Schotterpisten Unmengen an Staub ins
Businnere beförderte und uns das Atmen erschwerte. Unser erster Halt war die
Küstenstadt Rawson. Hier hatten alle bis auf uns eine Bootsfahrt gebucht, um
die kleinste Delfinart (Commerson-Delfin) zu sichten. Da dieser Spaß uns
umgerechnet 100 Euro kosten würde, verzichteten wir ganz bewusst, um nicht
enttäuscht zu werden, wie am Tag zuvor mit der größten Delfinart. Daher mussten
wir uns an diesem schattenlosen Ort die Zeit vertreiben. Den einzigen Fleck
Schatten fanden wir unter einem Denkmal an der Strandpromenade. Hier
picknickten wir, beobachteten Ameisen und planten unsere nachfolgende Route.
Als wir zum Minibus wollten, hieß es, dass die Gruppe Verspätung hätte (wir
vermuteten, weil sich keine Delfine blicken ließen ;)
Endlich ging es in den Bus und nach einer fast zweistündigen
Fahrt waren wir in Punta Tomba angekommen. Hier mussten wir zunächst eine
halbstündige Mittagspause einlegen, bevor wir endlich zum Nationalpark konnten. Im Reiseführer wurde
uns eine Kolonie von 500 000 Magellan-Pinguinen versprochen. Was wir vorfanden,
schienen uns verirrte Jungtiere zu sein. Enttäuscht über die geringe
Zahl der Pinguine und über die Tatsache, dass wir nur 80 min Aufenthaltszeit für die großen Distanzen hatten,
versuchten wir uns an den wenigen Tieren sattzusehen. Die meisten der Pinguine
verkrochen sich unter Büschen, während andere sich unter dem Geländer, das als Touristenpfad gedacht ist, versteckten. Da der Park anscheinend ohne menschliches Zutun
funktioniert, wurde uns der Anblick von Kadavern nicht erspart.
Die Rückreise dauerte mehr als drei Stunden und der Staub im
Bus war kaum zu ertragen. Im Programm stand noch eine Rundfahrt durch Trelew,
eine Stadt der Provinz Chubut, die als walisische Siedlung im 19. Jahrhundert
gegründet wurde. Besonders sehenswert war es nicht, aber wenigstens mussten wir
nicht aussteigen und es lag eh auf dem Rückweg. Erst nach 19 Uhr wurden wir am
Hotel abgesetzt. Wir beschlossen in einem Lokal an der Strandpromenade zu
speisen und aßen erneut gemeinsam Pizza, diesmal Hawaii.
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| Verlassener Strand |
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Einziger schattiger Platz weit und breit.
Unter einer Maria-Statue lässt sich die weitere Reiseroute gut planen. |
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| Guanakos in der Ferne |
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| Sieh da, Magellan-Pinguine! |
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| Die Pinguine tummeln sich bevorzugt im Schatten. |
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| Guanakos - was sonst?! |
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| Du possierliches Tierchen! |
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| Guanakos und Pinguine leben friedlich auf gleichem Raum |
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| Uns wurden 500 000 Magellan-Pinguine versprochen! |
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| PinguinKOLONIE ;) |
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| Bäh, überall Algen |
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