Dienstag, 10. März 2015

Punta Tombo

Auch an diesem Morgen wurden wir gegen 7 Uhr abgeholt. Diesmal erwies sich die Gruppe als größer, sodass wir mit einem unbequemen Minibus vorliebnehmen mussten. Im Laufe des Tages sollten wir noch zu merken bekommen, dass dieser undicht war und bei Überquerung von  Schotterpisten Unmengen an Staub ins Businnere beförderte und uns das Atmen erschwerte. Unser erster Halt war die Küstenstadt Rawson. Hier hatten alle bis auf uns eine Bootsfahrt gebucht, um die kleinste Delfinart (Commerson-Delfin) zu sichten. Da dieser Spaß uns umgerechnet 100 Euro kosten würde, verzichteten wir ganz bewusst, um nicht enttäuscht zu werden, wie am Tag zuvor mit der größten Delfinart. Daher mussten wir uns an diesem schattenlosen Ort die Zeit vertreiben. Den einzigen Fleck Schatten fanden wir unter einem Denkmal an der Strandpromenade. Hier picknickten wir, beobachteten Ameisen und planten unsere nachfolgende Route. Als wir zum Minibus wollten, hieß es, dass die Gruppe Verspätung hätte (wir vermuteten, weil sich keine Delfine blicken ließen ;)
Endlich ging es in den Bus und nach einer fast zweistündigen Fahrt waren wir in Punta Tomba angekommen. Hier mussten wir zunächst eine halbstündige Mittagspause einlegen, bevor wir endlich  zum Nationalpark konnten. Im Reiseführer wurde uns eine Kolonie von 500 000 Magellan-Pinguinen versprochen. Was wir vorfanden, schienen uns verirrte Jungtiere zu sein. Enttäuscht über die geringe Zahl der Pinguine und über die Tatsache, dass wir nur 80 min Aufenthaltszeit für die großen Distanzen hatten, versuchten wir uns an den wenigen Tieren sattzusehen. Die meisten der Pinguine verkrochen sich unter Büschen, während andere sich unter dem Geländer, das als Touristenpfad gedacht  ist, versteckten. Da der Park anscheinend ohne menschliches Zutun funktioniert, wurde uns der Anblick von Kadavern nicht erspart.
Die Rückreise dauerte mehr als drei Stunden und der Staub im Bus war kaum zu ertragen. Im Programm stand noch eine Rundfahrt durch Trelew, eine Stadt der Provinz Chubut, die als walisische Siedlung im 19. Jahrhundert gegründet wurde. Besonders sehenswert war es nicht, aber wenigstens mussten wir nicht aussteigen und es lag eh auf dem Rückweg. Erst nach 19 Uhr wurden wir am Hotel abgesetzt. Wir beschlossen in einem Lokal an der Strandpromenade zu speisen und aßen erneut gemeinsam Pizza, diesmal Hawaii. 

Verlassener Strand

Einziger schattiger Platz weit und breit.
Unter einer Maria-Statue lässt sich die weitere Reiseroute gut planen.

Guanakos in der Ferne
Sieh da, Magellan-Pinguine!

Die Pinguine tummeln sich bevorzugt im Schatten.

Guanakos - was sonst?!


Du possierliches Tierchen!

Guanakos und Pinguine leben friedlich auf gleichem Raum



Uns wurden 500 000 Magellan-Pinguine versprochen!
PinguinKOLONIE ;)


Bäh, überall Algen




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