Mittwoch, 18. März 2015

Cataratas de Iguazú



Am Morgen wollten wir uns das Frühstück nicht entgehen lassen. Das einzige was übrig war, waren gebratene Würstchen mit Zwiebeln und Omelette. Nach dem Frühstück rieben wir uns gründlich mit Sonnencreme ein und machten uns auf den Weg zum Busbahnhof. Hier kauften wir die Tickets, 100 Pesos pro Person hin und zurück. Gegen 10.15 Uhr stiegen wir in einen vollen Bus ein. Eine Familie war jedoch so nett, ihre Kinder auf den Schoß zu nehmen, sodass wir uns dankbar auf zwei gemeinsame Plätze in diesem klimatisierten Bus setzen konnten. Die Fahrt dauerte nur eine halbe Stunde und wir wurden direkt am Haupteingang abgesetzt. Wir kauften die Eintrittskarten für 260 Pesos pro Person und betraten den Park. Unsere erste Aufmerksamkeit galt den Nasenbären, die sich über das Löffelbiskuit eines Besuchers hermachten.
Wir entschieden uns zunächst den oberen Pfad (Circuito Superior) zu laufen, um eine möglichst weite Sicht zu bekommen. Der Pfad ist etwa 1000 m lang und bietet einen wunderschönen Blick auf die Isla San Martín. Die Temperaturen waren kurz vor Mittag noch erträglich und die Luftfeuchtigkeit war sehr hoch. Wir passierten Brücken, sahen kleinere Wasserfälle und hatten immer wieder die Gelegenheit uns hinzusetzen oder Bilder zu machen. Zwischendurch sahen wir Baumäffchen, Papageien und unzählige Schmetterlinge. In diesem Park stürzt der Río Iguazú in über 270 einzelnen Wasserfällen in einem 2,7 km Halbkreis in die Tiefe. Die Hauptattraktion ist jedoch die Garganta del Diablo, der Teufelsschlund, zu dem eine Bahn fährt. Wir sind jedoch auf dem Hinweg zu Fuß gelaufen und haben unterwegs wunderschöne Schmetterlinge beobachten können. Über schmale Stege näherten wir uns der Teufelsschlucht, wo die Fallhöhe der Wasserfälle 80 m beträgt. Hier tummelten sich die meisten Touristen und man wurde hier so richtig nassgespritzt. Wir waren ganz fasziniert von dieser Naturgewalt, die auf Fotos kaum zur Geltung kommt.
Ordentlich durchnässt nahmen wir auf dem Rückweg die Bahn und gönnten uns ein Eis. Danach nahmen wir den Circuito Inferior, den unteren Weg, der an kleineren Wasserfällen entlangführt. Jedoch war es hier möglich einigen Wasserfällen sehr nahe zu kommen und sich auf diese Weise Abkühlung zu verschaffen.
Als wir damit fertig waren, gingen wir ins Besucherzentrum. Das Informationsmaterial war zwar gut aufbereitetet, wir hatten jedoch keine Kraft mehr uns sind schnell durchgelaufen. Am Ausgang stand schon ein Bus, in den wir steigen konnten und zurückfuhren. Nach einer kurzen Verschnaufpause im Hotel machten wir uns auf den Weg zu Abend zu essen. Da wir wussten, dass wir am nächsten Tag eine beschwerliche Busreise vor uns hatten, bemühten wir uns frühzeitig schlafen zu legen. 



Gefräßige Nasenbären am Haupteingang



Circuito Superior



Bimmelbahn zu Garganta del Diablo
Kappenblauraben
Río Iguazú





Teufelsschlund


Lianen ganz wie im Dschungel
Haubenkapuziner


Isla San Martín


Circuito Inferior


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