Am Dienstag wollte Valeria unbedingt zur Station Tren a las
Nubes laufen, die ganz in der Nähe unseres Hotels war. Salta ist die Talstation
dieses Zugs zu den Wolken, der stellenweise auf einer Höhe von
4200 m fährt und laut Reiseführer zu den Hauptattraktionen Argentiniens zählt. Da die Fahrt jedoch 16 h
dauert und entsprechend kostet, haben wir gar nicht erst daran gedacht
einzusteigen. An der Station war jedoch nichts Sehenswertes und so machten wir
uns in Richtung Zentrum zum Archäologischen Museum. Wohlgemerkt war es der 24.
März, ein nationaler Feiertag und Gedenktag für die Opfer des Militärputsches
1976, die mit Großdemonstrationen auf der Plaza de Mayo in Buenos Aires
begonnen hatten. Das Museum hatte an diesem Feiertag geöffnet und da weder wir, noch die Kasse
Wechselgeld hatte, haben wir statt 120 Pesos für zwei Erwachsene nur 100 Pesos
bezahlt. In dem Museum wird die Geschichte von drei Kindermumien erzählt, die auf dem über 6000 m hohen Vulkan Llullaillaco gefunden
wurden. Die Kinder sind vor über 500 Jahren gestorben und sind samt Kleider
sehr gut konserviert. Wir waren überrascht, dass wir in einer halben Stunde
bereits alles gesehen hatten. Dies lag mitunter daran, dass nicht alle
Informationstafeln in englischer Sprache waren. Da noch so viel Zeit blieb und
das Eis am Tag zuvor uns so gemundet hatte, eilten wir zur angrenzenden Eisdiele
und bestellten jeweils drei andere Kugeln als am Vortag. Was es noch zu
erledigen galt, war Proviant für die anstehende Busfahrt einzukaufen. Fündig
wurden wir in dem Supermarkt Vea und sind mit vollen Einkaufstüten ins Hotel.
Das Wetter hatte sich in Relation zum Anreisetag in Salta deutlich gewandelt.
Die Temperaturen lagen unter 20°C und es regnete hin und wieder.
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| Station, an der Zug zu den Wolken entlangfährt |
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| Rathaus am Plaza 9 de Julio |
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