Am diesem Morgen mussten wir früh aufstehen. Die
gleichen Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, die Daniel am Vorabend beschrieben hatte, zeichneten sich bei Valeria ab. Die
eingenommene Aspirin complex half jedoch jegliche Symptome verschwinden zu
lassen. Da wir an dem Morgen nicht frühstücken konnten, bestellten wir ein
Lunchpaket, wie es auch an der Rezeption empfohlen wird. Naiv wie wir waren,
dachten wir, dass es ein Ersatzprodukt für das ausgefallene Frühstück sei. Über den hohen Preis von 140 Pesos
pro Lunchpaket konnte man sich nur aufregen. Der Inhalt bestand aus zwei
trockenen Sandwichs mit Schinken und Käse, einem Müsliriegel, einem Keks und
immerhin einem Apfel. Der Bus holte uns pünktlich um 7 Uhr ab und auch hier gab
es kulinarische Versorgung, was uns überraschte angesichts der Warnung man
dürfe kein Essen nach Chile einführen. Nach einer fast vierstündigen Fahrt sind
wir an den Grenzkontrollen angekommen. Da wir das Essen im Bus lassen konnten,
wurde uns nichts entzogen, anders als anderen uninformierten Touristen, die
hastig ihre Äpfel und Orangen verspeisten.
Dazu gestiegen ist ein chilenischer Guide, der sehr gut
Englisch sprach. Wir fragten ihn nach dem Eintrittspreis, den wir in
chilenischen Pesos entrichten sollten. Pro Person waren das 18.000 Chilenische
Pesos, die wir mit 40 Euro eintauschten. Er informierte uns über die Attraktionen und
warnte uns vor den starken ungebremsten Winden. Wir hielten zwischendurch
an besonders schönen Aussichtspunkten
und mussten feststellen, dass er mit dem Wind keineswegs übertrieben hatte. Vor
Augen hatten wir immer den Cerro Paine Grande. Die eigentliche Attraktion, die
Torres del Paine, 300 m hohe Granitfelsen vulkanischen Ursprungs, bekamen wir kaum zu sehen. Denn mit jedem zurückgelegten Höhenmeter verschlechterte
sich die Wetterlage. Es war ein 45-minütiger Spaziergang geplant, zu dem wir uns aufmachten. Aus dem Minibus ausgestiegen, flog Daniels Brille sogleich zu Boden und Valeria konnte kaum einen Fuß
vor den anderen setzen, da der Wind gewaltig war. Daniels Annahme es würde
hageln erwies sich als falsch: Die hohe Windgeschwindigkeit sorgte dafür, dass
herabfallende Regentropfen sich wie Kieselsteine anfühlten. Nachdem wir
immerhin ein Gürteltier gesichtet hatten, sagte unser Guide, dass das Wetter
ein zu großes Risiko darstelle und wir zurück zum Minibus zurückkehren müssten.
Wir waren alle klitschnass und die Fensterscheiben im Minibus beschlagen. Etwas enttäuscht waren
wir schon über die Wetterlage, denn hiermit war die Tour durch den Nationalpark beendet und wir
fuhren zum Ausgang und den Grenzkontrollen. Lediglich ein paar hundert Meter weiter, am Parkausgang, war trotz starker Winde sonniges trockenes Wetter. Erst am
Grenzübergang, wo wir Halt in einem Café machten, konnte unsere Kleidung im Wind trocknen. Danach ging es aber schon wieder zurück zum Hotel, wo wir erst
gegen 21 Uhr ankamen. Wir packten unsere Sachen, da wir das Hotel am nächsten
Morgen um 10 Uhr verlassen mussten und davor ausgiebig frühstücken wollten.
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| Cerro Paine Grande |
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| Chilenische Pesos |















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