Nach dem Frühstück hoben wir Geld ab und liefen noch einmal zum
Busbahnhof, um die Tour zum Nationalpark in Chile zu bezahlen. Auf dem Rückweg
holten wir an der Rezeption unsere Wäsche ab und Daniel staunte nicht schlecht als er sah,
wie akkurat Socken ineinander gefaltet werden können.
Am Nachmittag ging es mit einem Minibus zum Parque Nacional
Los Glaciares. Der Eintritt kostete 215 Pesos pro Person. Der Nationalpark ist
Weltnaturerbe der UNESCO und bietet mit ca. 500 km² den größten Gletscher der
Erde namens Upsala und den Perito-Moreno-Gletscher, der als einer der wenigen
der Erde noch immer im Wachsen begriffen ist. Anders als viele andere Gletscher schmilzt er nicht im Zuge der globalen Erwärmung, sondern nimmt an Eismasse zu. Wir hatten drei Stunden Zeit uns im
Park aufzuhalten und den verschiedenen Laufstegen zu folgen. Dicke Wolken
boten keine vorteilhaften Lichtverhältnisse. Wann immer die Sonne
jedoch hervorkam, blendete das Licht und der Perito-Moreno-Gletscher unsere Augen. Wo das Eis
noch nicht komprimiert ist und Luftblasen vorherrschen, sieht das Eis weiß aus.
Blau leuchtet es wo das Eis komprimiert ist, weil die kurzen Wellenlängen des
blauen Lichts hier stärker gestreut werden. Wir hatten das Glück beobachten zu
können wie schwere Eisbrocken ins Seewasser stürzten. Zwischendurch war es mit
knappen Plusgraden doch etwas frisch und wir wärmten uns bei heißer Schokolade
im Café auf. Dies war mit Abstand die leckerste Schokolode, die wir jemals
getrunken haben. Danach ging es nochmals hinaus zur Gletscherzunge, an der wir uns nicht sattsehen konnten. Denn gegen 19 Uhr wurden wir auch schon
abgeholt und zurück nach El Calafate gefahren. Den Abend verbrachten wir im
Hotelzimmer, das über eine Fußbodenheizung verfügte. Daniel hat die stundenlange
Kälte anscheinend nicht gut verkraftet und musste schreckliche Kopfschmerzen
ertragen bis er eine Aspirin complex trank.
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| Spitze Hausdächer in El Calafate |
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| Traumhafte Weite Patagoniens |
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| Jede Busfahrt besticht durch atemberaubende Aussichten |
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| Perito-Moreno-Gletscher bei Anfahrt |
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| Der Gletscher bewegt sich bis zu 2 m pro Tag! |
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Die Bewegung der Eismassen führt dazu,
dass sich alle paar
Minuten Eisbrocken lösen und ins Wasser stürzen. |
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30 km lang, bis zu 5 km breit und teilweise über 80m hoch,
davon 170m hoch unter Wasser! |
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